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Amalfi (Italien) - Oktober 2002
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2. Tag - 06.10.2002 (Sonntag)


Relativ früh wachten wir auf. Wie versprochen begrüßte uns der Tag mit herrlichstem Sonnenschein! Gespannt gingen wir hinunter zum Frühstück. Durchs ganze Haus war schon der Duft von frisch gebackenen Croissants gezogen. Außer diesen gab es allerdings nur einen etwas seltsam schmeckenden Cappuccino und eine äußerst kärgliche Auswahl an Brotbelag.

Dies bestärkte uns nur in unserer ohnehin vorhanden Absicht, uns selbst zu versorgen, wobei uns das Vorhandensein des Kühlschranks in der Minibar unseres Zimmers entgegenkam.

Da die meisten Geschäfte auch heute am Sonntag offen waren, hatten wir schnell zwei herzhafte Käsestücke und 100 Gramm scharfe Salami nebst Brot und Wein erstanden.

Gegen Mittag setzten wir uns auf die Terrasse des Stella Maris, erfrischten uns mit belgischem Birra à la Spina und ich begann die traditionelle Reiseerzählung (diese hier) zu schreiben.

Um uns herum füllten sich die Plätze für's Mittagessen (il Pranzo)...

Nach einer kurzen Siesta ließen wir uns vor einer sogenannten Bar nieder (il Doge d'Amalfi) mit Blick auf den mächtigen Duomo de San Andrea. Das bedeutet in der Regel Preiszuschlag. Der halbe Liter Weißwein kostete dennoch nur 5,20 Euro.

Dong Dong Dong... Bing! klang es vom Campanile und signalisierte uns 22:15 Uhr. Langsam schlenderten wir zum Hotel...


3. Tag - 07.10.2002 (Montag)


Nach dem Frühstück - heute gab es sogar richtige Brötchen - entschieden wir uns für eine Busfahrt zur 25 Kilometer entfernten Stadt Salerno.

Die über einstündige Fahrt entlang der schroffen Küste war gleichermaßen ein Erlebnis wegen der herrlichen Landschaft wie auch der virtuosen Millimeterarbeit des Busfahrers auf dieser halsbrecherischen Strecke. Die Einheimischen rauschten mit einer Unbekümmertheit um die Kurven, dass man es nicht begreifen konnte.

In Salerno angekommen stiegen wir an der Endstation unseres Linienbusses aus: Fermata Sita. Der Verkehr ist hier noch chaotischer. Hier einen Leihwagen mieten? Niemals! Zumal der Bus wirklich preiswert ist: Nur 4,60 Euro pro Person für Hin- und Rückfahrt).

Wir schlenderten durch die Fußgängerzone, pausierten an einer Gelateria (von denen es hier auffallend viele gibt - das italienische Eis ist aber auch lecker!) und staunten über den sehr günstigen Cappuccino (je 1,20 Euro). Einen Plastikbecher Eiswasser gab es sogar kostenlos dazu.

Wir besichtigten die pompöse Cathedrale da Matteo und stromerten durch die endlosen verwinkelten Gassen. So stelle ich mir Neapel vor - oder die Slums von Hongkong...

Düstere enge Durchgänge, in denen unglaublicherweise normaler Autoverkehr zugelassen war, wechselten mit den verwahrlosesten Hinterhöfen.

Überall hing unbekümmert frisch gewaschene Wäsche herum und tropfte auf das Kopfsteinpflaster. Immerhin wurde so das Aroma aus rohem Fisch und Unrat gelegentlich aufgewertet.

Neben den vielen völlig verrosteten Baugerüsten, die zuweilen die letzte Stütze zwischen zwei Häusern zu sein schienen, waren wir vollends verwirrt von den immer wieder unverhofft auftauchenden Geschäften mit feinster Mode oder Schmuck von Armani, Gucci oder Colani. Einfach eine fremde Welt!

Vor unserer wieder atemberaubenden Heimfahrt am Spätnachmittag gab es noch eine einfache, aber preiswerte Pizza im Portofino und als wir zum Abschluss noch bei einem Cappuccino wieder in der Fußgängerzone saßen, konnten wir RAI Uno beim Drehen einer Lokal-Reportage beobachten.

Ich besorgte mir noch schnell ein Päckchen Aspirin. Die Schale Erdnüsse gestern war wohl schlecht...

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