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Rethymno (Kreta / Griechenland) - Mai 2005
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1. Tag - 16.05.2005 (Montag)


Nach unserem recht enttäuschenden ersten Versuch mit Griechenland im vorigen Jahr wagten wir es erneut, aber diesmal nicht das Festland, sondern Kreta sollte es sein.

Der geplanter Abflug (17:50 Uhr) hatte über eine Stunde Verspätung (es wurde 19:10 Uhr, aber wir deuteten dies nicht als schlechtes Omen, eher: Was lange wärt, wird endlich gut). Die Ankunft in Heraklion war gegen Mitternacht (griechischer Zeit) nach 2500 Km. Unterwegs gab es Tagliatelle mit Käse und Bolognese. Ein Kind zwei Reihen vor uns vertrug den ruhigen Flug nicht...

Ankunft im Kriti Beach in Rethymno um 2:30 Uhr, Zimmer 210 (sehr ordentlich und sauber). Wir erhielten einen Teller mit vorbereitetem Nachtessen und so gab es mit Mythos vom Fass ein kleines Lunch auf dem Balkon.

Trotz der fortgeschrittenen Stunde wagten wir einen kurzen Erkundungsgang durch den nur teilweise schlafenden Ort zum venezianischen Hafen (offener Kiosk, Bars, Diskotheken, sogar eine Konditorei...). Die Neugier war halt zu groß. Gegen 4:00 Uhr gingen wir endlich schlafen - nach der Müllabfuhr!


2. Tag - 17.05.2005 (Dienstag)


Aufwachen um 8:30 Uhr, nach (schlecht ablaufender) Dusche zum Frühstück (im Keller - also Souterrain): Es gab Nescafé, Wurst, Käse (auch Schafskäse), Tomaten, Gurken, Rührei, Müsli, gesäuerte Milch (wir vermuteten: vom Schaf), frisches Obst, Grau- und Weißbrot, Zwieback, Kuchen. Verhungern brauchten wir also nicht. Wir mieteten einen Safe für 6 Tage (10,80 EUR).

Dann machten wir einen Bummel ans Ufer und durch die Touristenmeile: Will you some coffee?, Gutt sitzen chier! Nach erfolgreichem Nicht-verführen-lassen und einigen Aufnahmen im Hafen gab es eine Pause bei herbem Frappé im Pasarela (recht griechisch, mit Meerblick, endlich Schatten).

Danach eine Stunde Siesta bis zum Begrüßungscocktail von Alltours um 16:15 Uhr. Wir buchten für morgen (18.05.2005) eine Küstenrundfahrt (35,- EUR pro Person). Dann Wanderung oberhalb der Küste auf der Durchgangsstraße bis zum Meer und um die Festung Fortezza herum.

Eine malerisch gelegene Taverne oberhalb des Cafés von heute morgen lud zum Verweilen ein, während die Sonne langsam unterging. Mit kurzen Ärmeln und vor allem ohne Jacken saßen wir dort bei griechischem Salat, Zaziki und weißem Housewine. Dazu gab es Brot und Olivenmus.

Zum Dessert radebrechte ich 2 Raki und einen griechischen Kaffee. Die freundliche Bedienung servierte sehr schnell zwei Fingerhüte mit Raki und From us eine Puppenstuben-Portion Griespudding karamellisiert, in Honig getränkt mit etwas Pflaume. Zum espressogroßen Kaffee gab es einen halben Liter Wasser (mit 2 Gläsern).

Die Sonne war schon untergegangen, als wir wieder hinunter zum Hafen wanderten, rechts und links endlose Stuhlreihen, Sessel, Hocker und Sofas, auf denen sich die gesamte Jugend der Insel versammelt zu haben schien. Im Hafen selbst hatte man Mühe, sich nicht in eines der unzähligen Fischrestaurants ziehen zu lassen.

Nichts ahnend bogen wir dann mal rechts ab und ließen uns von den Lichtern der Tavernen und Geschäfte locken. Enge, verwinkelte, meist verwitterte Gässchen wechselten sich ab, jede noch so kleine Nische war irgendwie genutzt: Überall Stühle und Tische, Brot, Wein, Salat, Zaziki, gegrilltes Fleisch, Nudeln, Fisch und ringsumher Menschen, Menschen, Menschen.

Überladene Geschäfte, dennoch einladend liebevoll dekoriert und vor allem geschmackvoll beleuchtet. Nur selten sah man kaltes Neonlicht. Die Einrichtungen der Tavernen von einer unerschöpflichen Phantasie und Vielfalt. Kurz: Das venezianische Viertel war ein faszinierendes Erlebnis.

Zum Tagesabschluss ließen wir uns doch tatsächlich in eine der vielen Cocktailbars ziehen. Nach Studieren der Karte standen wir allerdings ohne Verzehr auf, irgendwie war es hier nicht nach unserem Geschmack: Kein Vino de la casa, nur Instant-Cocktails und von 3 Seiten gleichzeitig mehr oder weniger musikalische Beschallung.

Ein paar Meter weiter entschieden wir uns dann für das Avra (AYPA) und erhielten vom 34-jährigen Kellner Mario Weißwein und Cappuccino. Wir erfuhren, dass er in Deutschland geboren und aufgewachsen war und jetzt nach Kreta gezogen sei zur Pflege seiner 82-jährigen Oma und seinem Opa ginge es auch nicht so gut, der sei vom Gerüst gefallen - alles hoch spannend und wichtig... Dann ging es endlich ins Hotel, schnell schlafen.

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